Freitag, 21. April 2017

Gelesen, gehört und gesehen KW 16: Bakteriophagen

Heute wird es wissenschaftlich. Es geht um Bakterien, genauer um bakterielle Erkrankungen. Wie ihr sicher wisst, sind die einzige wirklich wirksamen Medikamente gegen Bakterien (so sie der Körper nicht selber abwehren kann!) Antibiotika.
Wir kennen alle die Geschichte, in der Alexander Fleming per Zufall das Penicillin entdeckt hat. Grandios!
Lebensrettend für unglaublich viele Menschen seither.

Das weiße ist das lebende Bakterium. In dem Punkt in der Mitte lebt nichts.
In dem Fall aufgrund der Phagen

Durch den kontinuierlichen, falschen Gebrauch von Antibiotika treten immer häufiger Bakterien in Erscheinung, die Resistenzen entwickelt haben. Soll heißen: die Antibiotika wirken dann nicht mehr. Und das ist insofern bedrohlich, da es nur eine beschränkte Anzahl von Antibiotika gibt. Wenn dann irgendwann wirklich gar kein Antibiotikum mehr hilft, dann, ja dann, sind wir den Bakterien ausgeliefert. Laut Wikipedia sterben in Afrika minütlich (!) 250 Menschen an bakteriellen Infektionen von resistent gewordenen Stämmen.

Gar nicht lustig.

Aber es gibt da noch etwas. Eine Art der Behandlung, die vor den Antibiotika auch in Europa verbreitet war und die jetzt allmählich wieder die Kurve in unser kollektives Gedächtnis kratzt.

Bakteriophagen.

Ein bissi schaut's ja aus wie ein Roboter.  CC
Bakteriophagen sind die natürlichen Feinde der Bakterien. Quasi der Eisbär zu den Robben. Nie gehört? Und doch: logisch. Denn hätten Bakterien keine Feinde, warum haben sie dann nicht längst die Weltherrschaft an sich gerissen?
Eben.
Phagen, so nennt man sie kurz, sind Viren. Gelten allgemein nicht zu den Lebewesen (aber das ist eine andere Geschichte) und man findet sie in Tümpeln, stehenden braunen, leicht ekligen Gewässern. Phagen sind sehr spezifisch. Soll heißen, sie fressen immer nur eine, eine ganz spezifische Sorte Bakterien. Beinahe jedes Bakterium hat also einen ganz eigenen Eisbären.
Das ist medizinisch betrachtet sehr gut, denn das reduziert unerwünschte Nebenwirkungen.

Das Kleine sind Phagen, das Große ist ein Bakterium.  CC

Trotzdem sind Phagen so gut wie unbekannt bei uns und zudem aufgrund mangelnder Studien, die ihre Wirksamkeit beweisen nicht zur Behandlung am Menschen zugelassen.
Das Zentrum der Welt wenn es um Phagenforschung und Phagenmedizin liegt in Tiflis / Georgien. Es gibt dort ein Institut, das seit 1923 durchgehend an und mit Phagen arbeitet. Und was sie vorweisen können, ist durchaus hochinteressant und womöglich eine Rettung für den Rest der Welt.

Es gibt eine große Scheu der aktuellen Medizin aktive Viren in den menschlichen Körper ein- oder aufzubringen, aber genau das machen die Mediziner in Tiflis. Menschen mit resistenten Bakteriuminfektionen werden dort behandelt und ein beachtlicher Teil davon wird geheilt oder wenn nicht, dann ihr Zustand doch deutlich verbessert.

Spannende G'schicht!


Gelesen:
Focus online
Berliner Zeitung

Gehört:
WDR

Gesehen:
Lebensretter Ostblockviren - ein Weg aus der Antibiotikakrise mit Phagen

Donnerstag, 20. April 2017

Magisches Motto - Kontrast

Ich wollte mitmachen und habe die letzten Monate einfach verpasst. Einfach. Den April aber, den hab' ich.
Das Motto war Kontrast. In jeder Art. Und um ehrlich zu sein, wollte ich einfach nicht mit Licht und der Kamera spielen. Ich wollte mit dem Bildmotiv spielen.
Aber was?

Und dann war ich wieder mal unterwegs - ehschonwissen - im Burggarten und da gibt es etwas, das ist voller Kontrast.


Da das Gebäude des österreichischen Parlaments grundsolide an das 21. Jahrhundert angepasst wird (es kriegt Internet und so ;-) müssen die Parlamentarier und alle die da drumherum arbeiten ausziehen. Baustelle.

Und weil weißderKuckuckwarum es kein anderes Gebäude gibt, das die Aufgaben des Parlaments übernehmen kann, hat man kurzerhand ein paar grauschwarze Blöcke aufgestellt. Zwei davon stehen am Heldenplatz und einer steht in einem Hofwinkerl im Burggarten. Ganz versteckt. Der kuschelt sich da richtig rein.

Und das hat schon ganz viel mit Kontrast zu tun.
- schwarz versus weiß bzw. eher hell versus dunkel
- trocken, kubisch versus superduperverschnörkselt
und last but in no way least
- Demokratie versus Monarchie


Hehe!
Ich mag das!



Dienstag, 18. April 2017

KIDS in FASHION - Kinder machen Mode

Habt ihr auch ein Kind daheim, dass mitredet, wenn ihr für es näht? "Bitte kein Pink!", "Ich will einen Drachen drauf, aber einen coolen!" und "Das ist schön kuschelig, das will ich auch!", sind die Dinge, die ich regelmäßig in Variationen zu hören bekomme.

In letzter Zeit bin ich, vor allem bei der kleinen Miss, dazu übergegangen, sie anzuweisen doch bitte aufzuzeichnen, wie sie sich das gewünschte Teil denn in etwa vorstellt.
Wenn man das genau betrachtet, dann sind wir in unserer Vorgehensweise ausnehmend professionell. Und cool. Cool sind wir immer! Das ist uns wichtig.


Und dann entdeckt uns Kids Fashion. Ich schreibe das so verkehrt rum, weil ich angeschrieben wurde, weil ich davon vorher nix wußte. Niente.
Also was ist Kids Fashion?
Die Stadt Wien genauer die Wiener Jugendzentren veranstalten einmal im Jahr einen Designwettbewerb zu dem Kinder aller Altersgruppen gezeichnete Modeideen einreichen können (bis 29. Mai!!). Genau genommen ist dieser Entwurf-Wettbewerb aber eben nur ein Viertel des Modekuchens, der einem da serviert wird.


Zu Beginn stehen die Entwürfe. Teilnehmen kann alles zwischen 4 und 21 Jahren. Zeichentalent irrelevant. Es geht um die Kreativität. Aus den tausenden Einsendungen wählt eine Jury dann Stücke aus, die dann im Zuge einer Modewerkstatt im Sommer von Schülerinnen der Modeschule realisiert/genäht/zusammengebastelt werden.


Dann, weil das gehört halt dazu, gibt es für ambitionierte Schönheiten einen Modelwettbewerb. Wer einmal im Leben auf dem Steg laufen will, kann sich hier versuchen. Aber Vorsicht, es handelt sich um Haute Couture nicht um ready-to-wear! (Hehehe!)

Und zu guter Letzt gibt es dann im Oktober eine Modeschau oder wie man zu neudeutsch sagt eine Fashionshow. So richtig mit PompTrallala. Voll die Gaudi!


Wie mir dieser kreative Wahnsinn bisher entgehen konnte? Keine Ahnung. Ich lebe zwar mitten in der Stadt, ich nähe, bin modisch interessiert, mein Kind zeichnet täglich 5m2 zu, aber wie dem so ist - nie gehört, nix gewußt.

Total begeistert jetzt.

Und das coole ist - weil cool ist wichtig, wie ja bereits erwähnt - diesmal bin ich insofern dabei, als ich im Sommer in diese Werkstatt reinschnuppern darf. Und im Oktober gebe ich mir dann die Modeschau. Ich bin ja nicht so die Society-Queen, aber das muss ich mir anschauen.


Und als Nähmama und Nähbloggerin habe ich natürlich mein Kind dazu überredet, dass sie an der ganzen Geschichte (bitte jetzt mit Quietsch lesen) TEILNIMMT!
Persönlich bin ich ja dann wohl ein wenig parteiisch, aber was soll's. Ist ja noch nicht gesagt, dass die sich ihren Entwurf raussuchen. (Und wenn nicht, dann muß womöglich ich ran - hier auch ein Quietsch bitte. Aber ein ganz anderes! ;-)

Teilnehmen kann jedes Kind zwischen 4 und 21 Jahren.
Einsendeschluss ist der 29. Mai.
Am einfachsten ist man mailt ein eingescanntes Bild mit
Name, Adresse, e-mail Adresse und Angabe des Alters an

Wir sollten nämlich nie vergessen, dass Mode an sich etwas Kreatives, Wunderbares sein kann. Und gerade in Zeiten der Fast Fashion und gerade wenn sich die Industrie die Jungen rauspickt, weil die so leicht zu beeinflussen sind, gerade dann, sollte man ihnen zeigen, was Mode sein kann.
Und zwar auch in der ganz verrückten Ecke!
Unbedingt!

Die Bilder in diesem Post wurden freundlicherweise von

Freitag, 14. April 2017

Gehört KW 15 - Vienna

Heute keine News, heute gibt's Musik. Musik mit ganz viel Herz.

Billy Joel. Vienna.
Kannte ich nicht. Bis vor kurzem. Das erste mal erwähnt hat es - für mich - Billy Joel in einem Interview mit Stephen Colbert. Da zählt er seine fünf eigenen Lieblingssongs auf und da ist "Vienna" eben darunter.
Na, da hab' ich aber schön blöd g'schaut und natürlich sofort reinhören müssen. Wie sich schnell herausgestellt hat - ich muss ja immer ganz viel nachlesen und rumklicken und recherchieren undso ... Leidenschaft - also wie sich eben herausstellte, ist dieser Song ganz ganz viel bedeutungsschwanger.

Billy Joel's Vater ist Wiener. Er hat seine junge Familie früh verlassen und ist aus den USA zurückgekehrt nach Wien. Billy hat ihn erst Jahre später wieder getroffen. In Wien. Und wie er da mit seinem Vater durch die Stadt meanderte, sahen sie eine alte Frau, die den Gehsteig, vor ihrem Haus kehrte. Billy fand das furchtbar. Die arme Alte muss Straßen kehren. Sein Vater erklärte ihm, dass es au contraire eben ganz anders sei. Die alte Frau hatte noch eine Aufgabe in ihrem Leben, die sie mit Würde erledigte und alle würden das so verstehen.
Für Billy Joel eröffnete sich so ein Blick auf das Leben, wie er es in seiner vom Jugendwahn getriebenen Heimat her nicht kannte. Alte Menschen wurden dort aufs Sofa verbannt. Sie wurden quasi abgeschoben und hatten am aktiven Leben keinen Anteil mehr.

Daraufhin schrieb er folgenden Song, den ich seither sicher hunderte male gehört habe und der offensichtlich in mir was zum Klingen bringt, aber eben, wie ich jetzt auch weiß, nicht nur bei mir!



Und als Draufgabe, weil's so schön ist, gibt es tatsächlich eine wienerische Version davon.
Granadas "Wien wort auf di" steht dem englischen Original in nichts nach.
Für wienerisch geübte Ohren eine ausnehmend gut gelungene Übersetzung.


Ich sage nur soviel: nach dem 40x mal hören, wird einem richtig warm ums Herz. In einer ruhigen, seelsamen Art und Weise (und ja, ich weiß, das ist kein Wort)

Habt ein wunderbares Osterwochenende!



Mittwoch, 12. April 2017

Das weiße T-Shirt und die Globalisierung

Der Jahrestag der Katastrophe von Rana Plaza naht, daher gibt es hier für euch wichtige Info.

Heute zeige ich euch anhand eines weißen Shirts, wie das System Mode auch bei niedrigen Preisen funktioniert. Ich mache es kurz, überspringe Einzelheiten. Es geht mir darum für euch ein Bild zu malen. Ihr solltet das wissen, denn ihr seid die Kunden.
Dies hier ist die Kurzversion eines lesenswerten Artikels aus der Zeit.

Baumwolle

Es beginnt mit dem Rohmaterial, der Baumwolle. Baumwolle ist ein wertvoller Rohstoff.
In den USA werden Baumwollbauern vom Staat subventioniert, damit sie im harten Preiskampf mithalten können. Die Farmen sind riesig und das sind auch die Maschinen mit denen gearbeitet wird. Die Konkurrenz lebt in Afrika oder Asien. Diese Farmen sind klein, es wird mit den Händen gearbeitet und ihre Besitzer verdienen viel weniger mit ihrer Ernte. Schlicht aufgrund der kleineren Felder und natürlich .. der fehlenden staatlichen Subvention.
Meist besteht ein billiges Shirt aus amerikanischer Baumwolle. Der amerikanische Steuerzahler hilft somit den Preis des Shirts am Ende der Produktionskette klein zu halten. Die Auswirkungen auf Baumwollbauern in andern Ländern der Welt sind gravierend. 

Die Produktion

Billige Shirts werden in Asien produziert. Bangladesh und Kambodscha sind jene Länder, die über ausreichend Menschen verfügen, die so arm sind, dass sie für einen Mindestlohn bis zu 60 Stunden arbeiten. Für diese Menschen gelten keine Umweltstandards, wenn sie Baumwolle färben oder Leder gerben. Lange leben diese Menschen nicht.

Es gibt Produktionsfirmen, die günstig das komplette Paket anbieten: spinnen, weben, färben und nähen. Am Ende bezahlt der Modekonzern dann 1,40 € pro Shirt. Komplett. Die Baumwolle muss er nicht liefern. Niemals kommt der Konzern mit den Menschen in Kontakt, die sein Produkt herstellen. 


Der Transport

Per Schiff werden die Shirts dann in einem Container nach Europa verfrachtet. Bangladesh-Deutschland kommt auf 2.800 € pro Container. In einen Container passen 34.000 fertige, einzeln verpackte und bereits mit Preisetikett versehene Shirts. Das bedeutet etwa 8cent pro Shirt für die große Reise.
Einige dieser Containerschiffe sind größer als Flugzeugträger - nur so ganz nebenbei!

Filialmiete, Transport innerhalb Europas, die Gehälter der Verkäuferinnen und Buchhalter, Kataloge und Werbeplakate kosten pro Shirt geschätzt etwas über 2 €. 

Der Gewinn

Ich habe nachgeschaut und auf der H&M - Homepage ein weißes Männer-Shirt für 4,99 € gefunden. Man mag es nicht für möglich halten, aber selbst bei so einem billigen Shirt macht man noch so um die 60 cent Gewinn.
Wenn man das Millionenfach verkauft, dann zahlt sich das schon aus!



So und wer glaubt, er/sie könne da ja wohl nicht viel dran ändern, dem seien folgende Zeilen ans Herz gelegt:

Geld regiert die Welt.
Ein alter, ein ausgebrannter Satz. Natürlich bestimmt das Geld, ob Textilarbeiterinnen sich ihr Zimmer mit fünf anderen teilen müssen, was sonst?
Interessant wird der Satz, wenn man fragt, wem das Geld gehört, das über die Erde herrscht. Nicht Bill Gates, dem Gründer des Softwareunternehmens Microsoft, geschätztes Vermögen: 53 Milliarden Dollar. Auch nicht Warren Buffett, dem Finanzinvestor, geschätztes Vermögen: 47 Milliarden Dollar. Der Reichtum der reichsten Männer der Welt ist klein, verglichen mit dem Besitz all derer, die jeden Tag durch die Fußgängerzonen und Shoppingcenter von Los Angeles, London oder Dubai laufen.

Knapp 1,5 Milliarden Menschen, 20 Prozent der Weltbevölkerung, verfügen über genug Geld um sich Kleider von H&M anzuziehen. Soziologen nennen sie: die globale Konsumentenklasse.
Geschätztes Vermögen: 185 Billionen Dollar.

Es sind diese Menschen derentwegen es Werbeagenturen, Topmodels und Imagekampagnen gibt. Sie sind es, die das billige T-Shirt kaufen. Sie sind es, die anfangen könnten, Fragen zu stellen.

entnommen diesem Artikel aus der Zeit.


Eine Billion, solltet ihr das akut nicht zur Hand haben, sind im übrigen 1.000 Milliarden. Wobei eine Milliarde 1.000 Millionen sind. Das läßt eine Billion dann so aussehen: 1.000.000.000.000 ... nur so, als Kieferrunterklappunterstützung! ;-)
Und egal, wie sehr euer Konto gerade im Minus ist, ihr gehört dazu! Ihr seid Teil der 20% der oben erwähnten globalen Konsumentenklasse. Und ihr könntet beginnen Fragen zu stellen.

Für den Fall, dass ihr gerne anderen euer Wissen zur Verfügung stellen möchtet. Anderen, die nicht so solide im Umgang mit Nadel und Faden sind, dann nehmt doch teil an meiner Fashion Revolution Aktion. Wir gedenken der Katastrophe von Rana Plaza und helfen damit den Menschen beim Umdenken.
Mehr dazu hier!

Macht mit!
Denkt um!



Nochmal: "Das Welthemd" ist ein hochinformativer, augenöffnender Artikel aus der Zeit. Dieser mein Blogpost basiert darauf. Wer mehr als meine Kurzfassung verkraftet, liest hier nach! 

Freitag, 7. April 2017

Gelesen KW 14 - die Liebe und die Mathematik

Ich habe einen Mann. Schon länger. Ich kenne ihn seit ich 15 bin und ja, man kann unsere Geschichte romantisch erzählen.
Der Mann dessen Interview ich diese Woche im Tagesspiegel gelesen habe, betrachtet Paare und die Entstehung von Liebe eher mathematisch. Hugo Schmale, 85 Jahre jung, entwickelte den Algorithmus der Partnervermittlung Parship. Hugo ist Psychoanalytiker und arbeitet an der Uni in Hamburg, wo er immer noch Seminare leitet.

Einiges, das er sagte, fand ich wirklich wissenswert.

Ich nehme die Schoki, er die mit Kokos!

Die erste Aussage mit Pfiff war die, dass nur 2 Entscheidungen im Leben wirklich wichtig sind: die eine ist, welchen Beruf ich wähle, die andere mit wem ich lebe.

Weiter ging es damit, dass sich heutzutage sehr viele Paare online finden. Dabei überlassen sie die Vorauswahl einer Maschine. Das ähnelt den Zeiten als noch die Familie die Partner aussuchte.
Das war lange Zeit so bis eine Art "Befreiung" uns die Möglichkeit gab, selbst zu wählen. Für eine verhältnismäßig kurze Zeit suchten und fanden die Menschen einander eigenständig. Mittlerweile ist ein beachtlicher Anteil der Leute jedoch wieder dazu übergegangen sich jemanden aussuchen zu lassen.
Warum? Nun, wir Menschen können uns selber nicht so supergut einschätzen. Oft haben unsere Freunde und eben die Familie ein klareres Bild von uns und von der Person, die zu uns passen würde. Und ein Computer kann mit einem ehrlich beantworteten Fragebogen ein erstaunlich exaktes Profil erstellen und so einen Partner für uns wählen. Tja!

Die Tests bei Parship bestehen aus 27 Schichten. Leute, die zu 100% gleich geantwortet haben, werden einander nicht vorgeschlagen. Ideal ist ein 80% Match. Da gibt es ausreichend Gemeinsamkeiten, aber eben auch noch Raum um Neues zu entdecken. Und das ist wichtig.
Aha!

Ein Bereich in dem man allerdings konform gehen muss, sonst geht's nicht, ist der Bereich "Nähe und Distanz". Ein den-ganzen-Tag-Händchen-Halter und ein Fünf-Minuten-am-Tag-Händchen-Halter können es auf die Dauer nicht miteinander aushalten, so die Erfahrung.

Eigentlich ist der Test ohne Bild angelegt. Denn unsere normierten Attraktivitätsvorstellungen erschweren uns die Sache, so Hugo. Parship hat die Bildoption nachträglich aus taktischen Gründen hinzugefügt.

Na bitte, sag' ich's doch immer!
Er ist schuld!

Mittwoch, 5. April 2017

#HAULTERNATIVE - Fashion Revolution 2017

Die Fashion Revolution steht kurz bevor: am 24. April 2013 ist die Nähfabrik Rana Plaza eingestürzt und es scheint angebracht, als nähende und gerne Mode tragende Frau dabei zu sein, wenn eine Revolution angezettelt wird, die der Kleidung ihren Wert wiedergeben möchte. Und dabei auch gleich der Arbeit, die sie bedeutet . Aber vor allem den Menschen den Respekt zu zollen und sie auch ebenso zu bezahlen, die diese Arbeit leisten.
Sei es am Baumwollfeld, in der Färberei oder in der Nähfabrik.

Wie können wir Nähbloggerinnen unseren Beitrag dazu leisten?
Nun, wir haben Reichweite. Jede einzelne von uns hat zumindest eine Handvoll Leser und nicht alle davon haben sich schon mal Gedanken darüber gemacht, wo ihre Kleidung eigentlich herkommt.

Nun, ist aber mit purer - furchtbarer - Information die Arbeit nicht getan. Nein, frau muß ihren Lesern Alternativen aufzeigen. Es gilt Wege aufzuzeigen was man tun kann. Selber. Jeder. Eigentlich.

Daher rufe ich euch auf

- Schreibt einen Blogpost und zwar in der Fashion Revolution Week .. also in der
- Woche vom 23. - 30. April 2017 und
- zeigt einen Weg auf, wie man sich kleiden kann und dabei darauf achtet unnötige Ausbeutung und Müllerzeugung zu vermeiden.

Zeigt ihnen eine
Laut Wikipedia ist Haut Couture die "gehobene Schneiderei".
Heutzutage ist es das "gehobene, bewusste Einkaufen", das eine Kunst ist.

- Upcycelt etwas

ein zweites Leben eines Kleidungsstückes hilft nicht nur Müll zu vermeiden. Sei es der Pygiama des Sohnes aus einem alten Shirt des Mannes .. wasauchimmer. Zeigt eure Ideen!

- Repariert etwas

so wie ich meine Jeans aufgepäppelt habe, wie ich die Hosen meiner Kinder flicke und neuerdings auch die Löcher in Wollstrumpfhosen. (wie früher meine Omi) Es mag lächerlich klingen, aber die Leute wissen häufig nicht mehr wie das geht. Verlinkt ein Video mit einer Stopfanleitung (muß nicht euer Video sein!).. helft ihnen, sich zu trauen.

- Second Hand/ Kleidertausch

der Klassiker und die neue Tupperparty quasi ;-) Zeigt ihnen, wie ihr eure Garderobe durch gebrauchte Kleidung aufgepeppt habt.

- DIY

Selbstgemachtes, selbstverändertes. Fehlkäufe, die man mit kleinen Tricks gerettet hat. Shirts, die man gefärbt, bedruckt, bemalt hat. Und natürlich selber genähte Werke. Davon kann man ja nie genug sehen! :-)

- Bewusst Gekauftes

Zeigt die Teile, die ihr gekauft habt, die bio und/oder fair sind. Habt ihr euch einen Mantel nähen lassen oder hat die Freundin eine Kette für euch angefertigt. Zeigt Wege auf, wie man es machen kann, wenn man kauft. Bewußt kauft.


Hier mein Beispiel für euch,
meine HAULTERNATIVE!

Meine steinalte wiederbelebte Jeans (nachzulesen wiewaswo hier)
Selbstgenähtes Shirt (da folgt noch ein Blogpost dazu)
bio und fair gekaufte Weste, Schuhe und Kette

Die Sonnenbrille war teuer und ist sicher nicht fair.
Das schreib' ich hier deswegen dazu, weil eine 100%ige Umstellung
meiner Erfahrung nach noch nicht möglich ist! 


Verlinkt ErklärungsVideos (müssen nicht die eigenen sein) oder Tutorials, die Hilfe bieten. Teilt euer Wissen mit den anderen. Unser Beitrag soll sein, den Leuten zu zeigen, dass es geht! Dass man mit kleinen Handgriffen große Wirkung erzielen kann.

Ihr habt noch ein paar Wochen Zeit, stellt etwas zusammen und verlinkt es in der Fashion Revolution Week dann hier. Teilt euren Beitrag weiters auf Facebook, Instagram und wo ihr sonst noch  präsent seid! Der Hashtag lautet #haulternative.

Fashion Revolution
is here to stay!



Samstag, 1. April 2017

VIENNA MY LOVE - Burggarten Spaziergang im März

Mittlerweile ist ja beinahe der Sommer eingekehrt, aber als ich Mitte März im Burggarten war, war es kalt, war es grau (naja, fast), war es mäßig gemütlich. Trotzdem wirkt der Garten freundlich. Der Februar Spaziergang war ja (nachschauen hier) vom Licht ganz wunderbar. Diesmal war alles so kristallklar. Scharf. Ich hoffe meine alte Kamera konnte das ein wenig einfangen.


Als ich diese Woche vorbeigefahren bin, haben die ersten Bäume geblüht. Man konnte das aus der Ringbim raus gut sehen. Bin daher schon richtig neugierig auf meinen Aprilspaziergang!

 
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