Donnerstag, 30. März 2017

März 12tel - Blick

Mein Ziel war es ja den Burggarten in nicht so wunderbarerweise anzutreffen, wie es eben die letzten beiden Monate der Fall war. Und da davon auszugehen ist, dass ausgetriebene Bäume und angenehme Temperaturen kaum die "Dunkle Seite" dieses Fleckchens Wiens hervorkehren werden, meinte ich bei unangenehmen Wetter dringend den Weg antreten zu müssen und zwar jetzt, im März.

Also 8 Grad, unangenehmer kalter Wind - daher gefühlt Minus 5 Grad - dazu Wolken, Wolken, Wolken.

Wird größer beim Draufklicken

Okay, düster sieht es nicht aus. Man kann ein wenig die Kälte erahnen, aber die Wiese ist im Vergleich zum Vormonat schon deutlich frischer in der Farbe. Das hilft nicht wirklich, wenn man düster will.
Generell kann man erkennen, dass der Park schon aufgeräumt wird. Es liegen an mehreren Stellen (auch auf diesem Bild) Berge von zurückgeschnittenen Ästen herum, zudem sind eine Menge der Absperrungen (wegen Rutschgefahr im Winter) mittlerweile verschwunden. (Aber noch nicht alle). 

Da ich dieses mal am Vormittag dort war, waren deutlich weniger Leute unterwegs als auf meinem Februar - Bild. (Zum Februar) Dafür gab es einige Jogger/Läufer/Bewegungshungrige. Das Licht war auch durch die Wolken ganz anders als im Februar (gut da war es später Nachmittag und wolkenlos - geniales Licht), aber, ich muss sagen, die Lichtverhältnisse waren scharf und klar. Ich konnte nicht widerstehen - warum sollte ich auch - und habe wieder ein paar Bilder gemacht. Die poste ich dann hier am Wochenende - weil's so sein muss! ;-)

Für das trübe Foto werde ich wohl auf Oktober und November vertrauen müssen oder ich gehe mal im Regen hin, oder ganz früh (Uuuh! - gar keine gute Idee ;-)

Mal schauen!






Montag, 27. März 2017

Meine selbstgemachte Jeans - Schritt 1: der Stoff

Ich wusste ja schon vor der Jeanswerkstatt, dass ich mir eine Jeans nähen werden würde. Mittlerweile  ist es soweit. Ich trau' mich und habe demnächst auch Zeit (schmunzel)!

Seit Jahren (nachzulesen hier, hier und hier) nähe ich Jeans für meine Tochter und seit Jahren sieht sie gut darin aus.
Das will ich auch. Aber ich bin kein Kind mehr, sondern eine Frau und wenngleich ich als schlank gelte, so hat auch meine Figur ihre Tücken und die perfekt sitzende Jeans, die finde auch ich nicht so einfach.

Da kam mir die Jeanswerkstatt natürlich ausnehmend gelegen. Info über Info. Was will ich mehr.
Schnitt habe ich jetzt (wobei ich da womöglich noch etwas dran ändern werde müssen, aber das weiß ich real ja erst nach der ersten Hose) Also brauche ich jetzt Stoff.

Denim. In ausreichender Menge (ich bin das noch nicht so gewohnt. Ausgewachsene Mengen zu bestellen. Sehr verwirrend!) Ein paar Dinge galt es vorab zu entscheiden:

Zu treffende Entscheidungen:

1.) Wenn geht BIO.

2.) Ohne Elasthan.

Kurz die zusammengefasste Info zum Thema Elasthan:
Elasthan macht den Stoff weicher, was das Tragen gemütlicher macht und zudem erhöht es die Passgenauigkeit. Obwohl die Schnitte weniger exakt geschneidert werden, passen am Ende durch das Elasthan mehr Leute rein. Das spielt vor allem bei volleren Jeansträgerinnen eine Rolle.
Weiters macht es den Stoff günstiger. Also zumindest für Firmen, die ja gigantische Mengen davon benötigen.
Nachteil: Elasthan löst sich durch das Waschen mit der Zeit auf. Die Hosen halten demnach nicht so lange. Dem Modehäusern kommt das durchaus entgegen. Die Hosen verlieren an Passform und frau wird unzufriedener und geht früher wieder einkaufen.

Eine nur-Baumwolle-Jeans ist fester und muss erstmal eingetragen werden. Danach sitzt sie aber gut (so der Schnitt passt) und hält zudem länger.

3.) Bezugsquelle lokal.

4.) Farbton: eher Dunkel.

5.) Extra: Eventuell ein Baumwolle/Leinen Gemisch, da diese Hose ja vor dem Sommer fertig werden wird (so hoffe ich) und dann käme ein etwas kühleres Gewebe am Bein sicher gut an.

Zusätzliche Info zum Thema Denim:

Jeansstoff kann beachtlich einlaufen beim ersten Waschen, muss aber nicht. Das sollte man bedenken. 
Und:
die Farbe kann sich durch das Einlaufen deutlich verändern. Sie wird dann dunkler (weil die Fäden enger zusammenkommen). Man sollte dann halt nicht zu überrascht sein!

Weiters:
Der übliche Denim, für Jeans wiegt pro Laufmeter so zwischen 500 - 540 Gramm! Das hilft vor allem bei online Bestellung beim Abschätzen, wie fest der Stoff tatsächlich ist.


Also habe ich die üblichen Verdächtigen (wie gesagt, ich nähe ja regelmäßig Jeans für die kleine Miss) abgeklappert und ich fasse sie hier für euch kurz zusammen. Wenn ihr weitere Quellen habt, bitte unbedingt in den Kommentaren teilen. The more the merrier quasi!



Liste meiner Denim-Dealer!

1. Stoffsalon

Alexandra hat in ihrem kleinen, feinen Stoffgeschäft einen Bio-Schwerpunkt. Immer schon gehabt. Bei ihr habe ich stets einen schönen dunklen Bio-Jeans-Stoff bekommen, wenn ich einen brauchte.

Wobei, so wie ich Alexandra's Auswahl kenne, ist dieses Japanische Ding da ganz links vermutlich der Hammer ... Seufz! Ich muss das mal angreifen gehen!



Zur Denim-Auswahl des Stoffsalons.

2. Biostoffe.at

Ich glaube es war Claudia (JULA), von der ich Biostoffe das erste mal gehört habe. Es hat eine Weile gedauert, aber mittlerweile habe ich dort bereits Jeansstoffe bestellt.


Angenehm: Biostoffe schreibt das Gewicht des Stoffes an.

Zur Denim-Auswahl von Biostoffe.at

3. Schnittmenge

Helga hat nicht nur die Jeanswerkstatt (Bericht hier nachzulesen) auf die Beine gestellt und den Schneidereimarkt, nein, sie ist auch Stoffdealerin!
Und logischerweise hat sie eine solide Auswahl an Denim-Stoffen zu bieten. Und der größere Teil ist Bio!

Eine sehr schöne Auswahl wie ich meine.


4. Naturfaser Fölser

An sich, wenn ich das richtig sehe, kein Stoffgeschäft. Sie produzieren ihre Stoffe zwar selber, im Allgemeinen stellen sie aber maßgeschneiderte Jeans damit her. Wie ich aber von Eva weiß, kann man den Stoff auch bestellen.
Auf der Naturfaser Seite gibt es ein Denimkatalog-pdf und auf Anfrage kriegt man Stoffproben kostenfrei zugesandt. Das habe ich ausprobiert, weil Naturfaser Fölser eben einen Denim herstellt, der zu 40% aus Mühlviertler Leinen und zu 60% aus kbA Baumwolle besteht. Den hatte ich auf der Jeanswerkstatt zwischen den Fingern und der, so es ihn in einer passenden Farbe gibt, würde mich ehrlich interessieren.


So, jetzt muss ich eigentlich nur noch bestellen, denn ich weiß schon welches Stöffchen auf meiner Hüfte landen wird. Schritt 1 ist also fast erledigt!
Ich halte euch auf dem Laufenden, wie es weitergeht und auch wie es endet.
Egal wie traumhaft oder furchtbar das Endergebnis.
I want my jeans!



ACHTUNG: COMING SOON!
am 24. April ist Fashion Revolution Day

Mehr dazu hier in den nächsten Tagen!

Sonntag, 26. März 2017

Coming soon! - Fashion Revolution Day 2017

Am 24. April ist es 4 Jahre her. Da stürzte Rana Plaza ein.
Zu diesem Anlass werde ich hier am Blog wieder eine kleine, feine, persönliche Aktion starten um den Frauen und Männer zu gedenken, die so unnötig ihr Leben lassen mussten.

Haltet euch bereit!
Ich zähle auf euch!




Nachlesen:



https://mami-made.blogspot.co.at/p/fashion-revolution-day-2016.html

Freitag, 24. März 2017

Gelesen KW 12 - Schimpfen im Finale, vom Stressabbau und dem guten Benehmen

Folgendes ist geschehen:
Wir sprechen Tennis, wir sprechen Masters Finale Indian Wells (Eines der größten Turnier abseits der Grand Slam - Turniere.)
Stan Wawrinka gegen Roger Federer. Beides Schweizer. Kennen einander gut. Wawrinkas Vorbild war Federer. Schon als er noch jung war.
Wawrinka hatte um ins Finale zu kommen harte Gegner, seine Matches waren länger, härter, als die von Federer. Bei dem lief der Weg ins Finale eher rund, nicht so kräfteraubend.
Okay.
Finale.


Anmerkungen zu den Bildern: ich habe diesmal die Diashow bei Getty Images ausprobiert. Ihr könnt euch quasi durch eine kleine, passende Selektion durchklicken. wasesnichtallesgibt

Hartes Match. Wawrinka verliert. Er ist müde, fertig, den Tränen nahe (und bevor das jemand jetzt als Weichling oder so betiteln möchte, der möge bitte zuerst sein Leben diesem oder irgendeinem Sport widmen, sich dermaßen durch alle Instanzen nach oben durchkämpfen und dann zum wiederholten male gegen Roger Federer verlieren.)

Und dann, kurz nach dem Ende,  nach offensichtlich nicht genug Zeit um sich emotional von dieser Niederlage zu distanzieren (wie lange würdet ihr brauchen .. ich vermutlich 2 Jahre ;-), reicht man ihm das Mikro und er soll sich, weil man das halt so macht, bedanken und Roger loben und überhaupt ein braver, freundlicher Verlierer sein. Weil das ist gut fürs Geschäft und so.

Und Wawrinka, der kämpft mit sich und den Tränen und der Enttäuschung und dann schaut er seinen Kumpel Roger an, der glücklich dort sitzt, weil er es nie zu hoffen gewagt hätte in dem Alter (er ist 35) nochmal das Masters zu gewinnen, weil er sich einfach freut. Und Wawrinka muß lächeln, weil es einfach so ist. Ein Freund der sich freut, weil er einen geschlagen hat.
Und Stan sagt:
"I would like to congratulate Roger.
He's laughing, he's an asshole, but it's okay!"



Und sowas sagt man halt nicht. Sportler sind Vorbilder. Sportler sind Werbeträger. Und überhaupt. Es kam doch in einigen Medien vor und wurde schon mal grundsätzlich durchdiskutiert.

Ich sehe das ja nicht so eng. Ich hätte vermutlich ein anderes Wort gewählt bzw. eine Wortkombination, trotzdem finde ich,  man darf fluchen, man darf schimpfen. Das tut manchmal richtig gut.
Besonders wenn einen gerade ein guter Freund so richtig zur Sau gemacht hat.
Warum nicht?
Ein schönes WE euch

Hier gelesen:
Tagesanzeiger


PS: Ich möchte nochmal erwähnen, dass ich hier von Dingen erzähle, die ich gelesen habe und über die man vielleicht vor lauter Trump, Terror & Co nicht mehr stolpert. Dies soll nicht bedeuten, dass die anderen News nicht wichtig oder durchlesenswert sind. Und ab und zu werde ich auch davon schreiben, aber ich denke davon kriegt man eh genug ab!

Donnerstag, 23. März 2017

Mein zweites Bulletjournal

Ich bin ja sowas von organisiert. Ich bin schon fast zuverlässig. Fast.
Als CEO dieses internationalen Familienbetriebs mit einem Schwerpunkt auf Ausbildung, Zukunftsgestaltung und Wäsche waschen, obliegt mir die Verantwortung für ein mannigfaltiges Portfolio an Entscheidungen auf multiplen Ebenen.
Ich bin der Boss und der Boss hat ein Buch.
Ein geheimnisvolles, beinahe allwissendes Buch. Die Boss schreibt viel in dieses Buch und streicht mit Begeisterung darin herum. Der Konzern profitiert davon. Der Umsatz ist enorm gestiegen. An der Börse kursieren wilde Gerüchte ob des Inhalts des Buches. Man erwartet erste Erkenntnisse dem Halbjahresbericht entnehmen zu können.
Bis dahin gibt es nur geleakte Aufnahmen, die geheime Quellen an die Öffentlichkeit bringen konnten.

Der März kann kommen ;-)
Ich arbeite mit Washi-Tape. Bingo!
Wer hat schon dauernd im Kopf, was sie so braucht?

Ach, ich bin schon gern mal richtig deppart!
Aber über mein Bulletjournal laß' ich nix kommen.
Nach 8 Monaten jetzt Buch Numero Zwo.
Hilfreich und ausnehmend anpassungsfähig.
Mein Supreme Assitant!




Der Anfang:

https://mami-made.blogspot.co.at/2016/08/ich-habe-jetzt-ein-bullet-journal.html

Dienstag, 21. März 2017

Alte Jeans - neues Leben - Patchspiration

Neulich habe ich euch gezeigt, was mich inspiriert hat meine alte Lieblingsjeans aus ihrem Dornröschenschlaf zu holen. Ihr ein zweites Leben zu schenken. Und mir!
Neues Leben sollte rein in das Ding.
Style-Richtung: kreativ, lässig.

Pinterest hatte mich inspiriert und Hosenflickerfahrung habe ich ja, Danke an die Kinder, reichlich. 

Kurz aber noch ein Vorwort an ein paar meiner lieben Leserinnen, die vor derlei Aktionen, wie es scheint, zurückschrecken: Ja, man muß um flächig an einer Hose (oder auch einem Ärmel) arbeiten zu können eine Seitennaht auftrennen.

Aber
1.) So man nicht der Teddybärli-Bügelbild-Typ ist, gibt es nun mal keine andere Möglichkeit. Also nützt Panik, Angst oder Faulheit auch nicht viel. Akzeptanz ist das Motto der Flick-Stunde. Der Rest ist halb so dramatisch, denn ...

2.) ...  jede gekaufte Jeans ist so gebaut, dass sie an der Schenkelinnenseite mittels der berühmt-berüchtigten Kappnaht zusammenhält. Die Aufgabe dieser Naht ist zu halten, nicht aufzugehen, never. Deswegen wetzen ja Jeans am (wohlgemerkt vorgealterten) Stoff auf - innen am Schenkel, äußerst ärgerlich -  aber eben nicht an der Naht.
Und aus diesem Grund trennt man eben die äußere Naht auf. Diese ist in den meisten Fällen eine ganz gerade, simple Naht und wenn man mal den ersten Zentimeter hat, ist der Rest, im Vergleich zum Auftrennen von fast allen Nähten, die nicht gerade, simple Nähte sind, ein Kinderspiel.

Also ran an das Auftrennen ihr Lieben, alles halb so dramatisch.
Versprochen.



Ich persönlich bin eine unexakte Näherin, mit Tendenz zur zarten Faulheit. Deswegen fixiere ich Stoffe, die ich von innen anlege gerne mit einem Stoffkleber. Ich habe mich einfach zu häufig an hilfreichen Nadeln gestochen. Dazu kommt, dass so eine halbgeöffnete Jeans ja nicht geradlinig durch die Maschine zu schieben ist und sich dann erfahrungsgemäß alles verschiebt, faltet und sonstige Unerwünschte Nebenwirkungen zeigt.  Ergo fixiere ich mit Spray.

Je nach Wunsch wähle ich zum Annähen dann die entsprechende Garnfarbe
- so, daß man die Naht gar nicht sehen kann,
- im Ton passend aber kräftiger in der Farbe, sodaß man die Naht sehen kann oder
- total auffällig - BUMM! Kontrast (nicht in diesem Beispiel hier bei meiner Hose - ich bin eine Ausgewachsene! Dies ist meine Lieblingsjeans - Experimente nur in dezent - klar, oder?)

Zum grob Besticken habe ich simples Stickgarn in unauffällig Farben gewählt und eigentlich irgendwie ganz Daumen mal Pi losgestickt.


Obwohl mir die außen aufgenähten Patches sehr gut gefallen haben, habe ich das nicht getan. Der Grund: ICH HABE KEINEN STOFF!
Und extra wegen eines 10x8cm Stückes ins Stoffgeschäft zu fahren, schien dann doch ein wenig hysterisch.
Aber es ist mit einer gewissen Voraussichtigkeit davon auszugehen, dass diese hier nicht die letzte Jeans war, die ich geflickt habe. (ichfallgleichvomSofavorlachen) Ich darf also beim nächsten Darüberstolpern flickenfähigen Stoff kaufen.

Ich werde die Hose aufgekrempelt, wie am oberen Bild tragen. Das sieht cool aus .. finde ich. Dazu plane ich ein simples weißes T-Shirt und Ballerinas. Vielleicht in Gold oder so. Ein paar Lederbänder am Arm, Sonnenbrille.

Neuer Look mit alter Jeans!
Ich werde Fotos machen - versprochen - das Wetter ist mir jetzt halt noch zu kühl!
Und ich bastele noch an einem weißen T-Shirt für mich!
:-)


die Vorgeschichte:


https://mami-made.blogspot.co.at/2017/03/patchspiration-hosenflicken-als-kunst.html



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