Donnerstag, 19. Oktober 2017

Ankündigung: RESTE Treffen auf mamimade

Also ich weiß ja, da gibt es Facebook-Gruppen und Börsen und weißderKuckuck nicht was noch alles. Die sind nur dafür da, Stoffen, wie süßen, kleinen Haustieren, ein neues zu Hause zu vermitteln.

Aber ich bin nicht in solchen Gruppen und ich will damit jetzt auch nicht mehr anfangen. Ich betrachte mich am Ende meiner Dauerstoffkaufkarriere. Ich kaufe nur mehr sehr gezielt (also fast immer ;-), und auch, wenn ich regelmäßig ausgemistet habe und auch wenn ich im Vergleich kaum Stoffe daheim habe (JA, ich habe gesehen, was IHR so daheim habt, hehehehe). Also auch wenn ich längst nicht mehr die Mengen an Material daheim habe, so habe sogar ich Stoffe, die ich nie angerührt habe, oder solche, von denen ich einfach zu viel gekauft habe. Damals.

Und da dachte ich mir, weil, das habe ich mittlerweile beim Bloggen gelernt, dass es euch womöglich ähnlich geht.
:-)

Und deswegen werde ich demnächst hier am Blog eine Linkparty veranstalten mit dem Thema "Stoffreste - Abbau". Jede Bloggerin, die was loszuwerden hat, kann ihr Material abgelichtet mit Mengenangabe und gewünschtem Preis auf ihren Blog stellen und dann hier verlinken. Wenn wir dann alle gemeinsam posten und auf den sozialen Netzwerken teilen, dann sollten doch ein paar Stoffsucherinnen aufzuspüren sein. Soweit der Gedanke!

Genauere Angaben folgen nächste Woche, hier am Blog. Ich plane die ganze Geschichte so Mitte November. Ihr habt also noch Zeit eure Reserven zu durchforsten.

Dies hier ist nur eine Ankündigung/ VORWARNUNG!
Fragen und Ideen herzlich Willkommen!

Mittwoch, 18. Oktober 2017

Zelda Shirt

Ich habe ja einen Sohn. Einen, der es gerne schlicht mag. Sehr schlicht. Shirts im Raglan werden favorisiert, die Farben stets dezent. Blau, grün, grau - das ist die gesamte Palette. Ja, er mag was drauf. Aber nicht groß. Groß geht nicht.
Klein, unauffällig und aus dem Leben. Klein aber wichtig quasi.

Ergo: Zelda - Breath of the Wild (Anmerkung: ein Consolen Spiel - Retro, wohlgemerkt!)
Wurde im Sommer gut, gerne und ausgiebig gespielt.
Ja, das geht auf ein Shirt.

Es erscheint mir jedesmal ein wenig übertrieben solch ein Shirt überhaupt im Blog zu zeigen und dann, ja dann denke ich mir ... womöglich hat ja noch jemand so ein Kind daheim. So eines, für das die gemusterten Stoffe total passé sind. Untragbar quasi. Aber trotzdem ein Kind, dass Kaufshirts nicht bevorzugen möchte. Und dann?
Eben.

Und deswegen zeige ich und werde ich weiter zeigen, was ich bei so engen Vorgaben noch hinbekomme. Denn, und das ist mir wichtig, ich finde dieserlei Shirts auch ziemlich ansprechend. Und wenn es ein Logo für Jane Austen gäbe, hätte ich ein Shirt mit Logo drauf. Fix.





Arbeitszeit:  2 h
Materialkosten:  ca. 20 €
Anzahl der benötigten Maschinen/Geräte: 5



Montag, 16. Oktober 2017

Das falsche Kleid 5 - Stellt euch vor ...

Folgendes Szenario: ihr seid Chef einer Modefirma. Ihr macht Bekleidung. Ihr lebt davon, dass sich die Menschen einkleiden. Mehrfach im Jahr. Am besten komplett, also einkleiden.

Was wäre wenn ..


Weiters stellt euch vor, der größte Teil eurer potentiellen Kunden hat in seinem Kleiderkasten alles was er oder sie braucht. Also soll heißen, die haben Schuhe, Jacken, Oberteile und Hosen und überhaupt so ziemlich alles.
Das eine oder andere Teil in ihrer Garderobe geht allmählich kaputt - also unreparierbar kaputt. Dieses eine Teil werden sie nachkaufen. Sonst nichts.

Photo by Bart LaRue on Unsplash

Diese deine Kunden brauchen nicht mehr viel. Sie haben einen Kleiderkasten, der gut gefüllt ist. In dem die Teile nicht nur gut kombinierbar sind, sondern auch noch den eigenen Typ unterstreichen und der Figur schmeicheln.
Sie sind zufrieden.

„Hm,“ denkst du dir, „Viel werde ich ja dann dieses Jahr nicht verkaufen.“

Stell dir weiters vor. Diese potentiellen Kunden würden nicht nur wissen, was ihnen steht und wieviel sie jeweils wovon benötigen, nein, stelle dir weiters vor, diese Kunden käuften auch noch Ware, die haltbar ist. Teile, die nicht nach zweimal waschen die Form verlieren oder die Farbe .. oder beides. Die haben Teile in ihrem  Sortiment, die sie 10 Jahre lang tragen!

Ein furchtbarer Gedanke für dich.

Photo by Crew on Unsplash
Und dann noch das:
stell’ dir vor, diese Menschen, geben dieses Wissen dann auch noch an ihre Kinder weiter. Sie erziehen ihre Kinder zu Menschen, die kaufen, was sie benötigen, was ihnen steht und was sie glücklich macht .. und nicht mehr.

Was tust du?

Sie dürfen nicht zufrieden sein


Nun zuerst mußt du dich von dem Schock erholen, den dieses Szenario für dich bedeutet ;-) und danach tust du alles menschenmögliche um die Wahrwerdung eines solchen Horrors zu verhindern.

Photo by Kris Atomic on Unsplash

Als erstes musst du dafür sorgen, dass sich die Menschen zu vergleichen anfangen. Am besten ist sie vergleichen sich mit Menschen, die schön sind und jung und vielleicht noch reich.
Denn Schönheit kann man frei definieren, jung bleiben kann niemand und reich sind nur die wenigsten.
Somit ist das erreichen eines solchen Ziels so gut wie unmöglich.

Also zeigst du den Menschen wannimmerdukannst dein illusionistisches Ziel. In jeder Zeitschrift, auf allen Webseiten, Blogs, Instagram-Accounts, in jedem Film, auf Plakaten, einfach überall.

Du kannst das „Vorbild“ auch per Photoshop verzerren, die Haut unnatürlich porenfrei gestalten, die Augen vergrößern. Tob’ dich ruhig aus!

Photo by Chris Barbalis on Unsplash
Und dann änderst du dieses Bild häufig und regelmäßig.

Das wird sie verwirren und sie werden unglücklich werden. Ihre Kleiderkästen werden ein Durcheinander an Teilen aus den verschiedenen Kollektionen in mäßig gut kombinierbaren Farben enthalten. Sie werden ständig einkaufen gehen um endlich einmal glücklich zu sein. Um sich einmal wieder wohl zu fühlen in ihrer zweiten Haut.
Sie werden mit der Zeit verlernen, was ihnen eigentlich steht und das Beste, dadurch, dass sie all das verlernt haben, können sie es auch nicht ihren Kindern beibringen .. deiner nächsten Generation an Kunden.


Alles, was du über Mode weißt, behältst du für dich. Auch wenn du weißt wie man übergewichtige, kleine oder besonders große Menschen anzieht, sodaß sie gut aussehen, so hängst du in deine Filialen nur Mode für dein Idealbild.
Du tust alles um zu verhindern, dass sich jemand dauerhaft wohlfühlt, denn dein Ziel heißt verkaufen, nicht glücklich machen.

Du produzierst irgendwo am Rande der westlichen Gesellschaft deine Ware - Hauptsache billig. Auf Qualität zu achten oder auf Dauerhaftigkeit sowohl im Stil als auch im Material würde dir nur schaden.

Wenn du dich auf diesen Weg konzentrierst, dann solltest du es schaffen, ausreichend und immer und immer wieder Kleidung an Leute zu verkaufen, die einen rammelbummelvollen Kleiderkasten haben. Voll mit Dingen, die ihnen nicht passen und die sie kaum anziehen.


Und jetzt .. jetzt stell' dir vor du bist nicht Chef einer Modefirma.
Stell' dir vor du bist eine Kundin!
Was tust du?


Alle Beiträge zu dieser Serie findet ihr hier:


Freitag, 13. Oktober 2017

gesehen KW 40 - Patrick Stewart entdeckt sich selber

Nachdem es ja in letzter Zeit hier am Blog eher ernst zur Sache geht, habe ich heute echten Trash für euch. Mist. Blödsinn.
Aber äußerst unterhaltsam.

Patrick Stewart und seine Frau waren unterschiedlicher Meinung in Bezug auf eine äußerst intime Kleinigkeit.


Man lernt nie aus! :-)
Habt ein unterhaltsames Wochenende!



Donnerstag, 12. Oktober 2017

Wollhose - meine kleine Garderobe

Seit etwas über einem Jahr betrachte ich meinen Kleiderkasten als meine kleine Schatzkammer. Da darf nur rein, was ich richtig gut finde! Meine Lebensqualität - kein Scherz - hat sich verbessert seither. Nicht nur, aber sicher auch deswegen.

Im Laufe des Sommers habe ich mir eingestanden, dass ich diese selbstgenähte Leinenhose so richtig, richtig gerne anhabe. Ja, dass ich mich so richtig gut fühle darin.

Und deswegen habe ich den Versuch gestartet, den Schnitt auch herbsttauglich zu machen. Also habe ich mir einen klassischen Wollstoff besorgt und mich darüber gewagt.


Im Po "hing" die Leinenhose ein wenig. Das wollte ich ändern, also habe ich das Schnittmuster etwas verändert. Ein bißchen zu herzhaft vielleicht (Gute Güte, es waren keine 2 Zentimeter!), aber ich setze darauf, dass der Stoff womöglich noch ein wenig nachgibt ;-)


Aber ganz grundsätzlich bin ich "beyond happy". Genau so etwas habe ich gesucht und gebraucht. Die Hose passt farblich in meine Herbstgarderobe. Was will ich mehr?
Naja, ich bin ehrlich. Ich habe meine Testjeans und diese Hose hier. Es wird Zeit für meine richtige, selbstgenähte Jeans. :-)

Aber meine Rockecke in der Herbstgarderobe die füllt sich auch höchst angenehm. Ich werde darüber berichten. :-)

Ich bin ja ein Jackenmensch. Soll heißen; ich habe kaum Hosen, eine kleine Auswahl an Röcken und ein paar Oberteile. Das, was ich habe, sind Jacken und Westen.
Und mittlerweile passt beinahe alles kreuz und quer irgendwie zusammen, was ich einfach nur URSUPER finde.


So kann's ruhig weitergehen!


Schnittmuster aus dem Buch "Nähen im japanischen Stil: 8 Grundschnitte für 25 Kleidungsstücke"
Stoff: Wollstoff Herringbone Brown vom Stoffsalon (selber gekauft)



Arbeitszeit:  2 h
Materialkosten:  ca. 24 €
Anzahl der benötigten Maschinen/Geräte: 2






Montag, 9. Oktober 2017

Das falsche Kleid 4 - Kinder und Kleidung


Photo by frank mckenna on Unsplash

Aus meiner Erfahrung als Mutter kann ich folgendes fix sagen:
Kinderkleidung muss vor allem eines sein: WASCHBAR!

Es schadet auch nicht, wenn sie aus Materialien besteht, die einigermaßen ROBUST sind.  Als Mutter wünsche ich mir weiters, dass meine Kinder in NATÜRLICHEN Materialien herumlaufen -soweit möglich (Thema: Regen!)

Die Stücke dürfen, das weiß ich sicher, nicht einschneiden oder kratzen! Kind muß darin auf Bäume kraxeln und bis in den Himmel schaukeln können. Hosen brauchen nicht vorab kaputt zu sein, das schaffen alle Kinder, die ich kenne, selber. Sandbestrahlung inklusive.
Shirts benötigen, solange die Kids weder schreiben noch lesen können, eigentlich keine Sprüche. Egal wie weise, egal wie lustig.

Die Kinder brauchen das nicht!

Photo by Max Goncharov on Unsplash

Die Sprüche auf Babystramplern sind für die Eltern! Das ist ja per se nichts schlechtes, denn Babies für die erschöpften Eltern anzuziehen um denen das Ertragen der anstrengenden Zeit durch ein Schmunzeln zu erleichtern, ist ja okay. Und hilft mit Sicherheit eben auch dem Baby.

Aber irgendwann oder womöglich auch von Anfang an, sollte man seine Kinder für die Kinder anziehen.

Kinder wissen eigentlich immer was sie wollen und vor allem ganz besonders, was sie NICHT wollen. Und das gilt auch für Kleidung.
Da gibt es Kinder, die ganz genaue Vorstellungen haben. Und das muss sich überhaupt nicht mit irgendetwas decken, das frau über Farbenlehre, Sinnhaftigkeit oder Temperatur-Anpassung gelernt hat. Das kann durchaus herausfordernd sein.

Und es gibt die, die sich bezüglich Kleidung praktisch überhaupt nicht äußern. Sie mögen nur die Etiketten nicht im Nacken, weil die kratzen.

Und dann gibt es zwischen diesen beiden Extremen eine unendlich Variation an zwischendurch-Typen. Kinder sind so vielfältig wie das Leben.

Wer seinem Kind den Raum läßt, wird beobachten können, wie sie sich entwickeln. Und das, bis zu einem gewissen Zeitpunkt, ohne sich viel von außen beeinflussen zu lassen.
Sie haben ihren eigenen Stil, ihren eigenen Kopf.

Geht man allerdings los und will für sein persönliches Unikum einkaufen, dann trifft man auf vorgefertigte Klischees im Kleiderformat. Die Modeindustrie ist, was die Aktualität ihrer Rollenbilder  anbelangt, so up-to-date wie Schubert in einem Rave-Club.
Was sie bieten sind Prinzessinnen und Superhelden. Aus.

... Kinder sind deutlich vielfältiger als das!
Sie sind Lausmädchen und Märchenbuben, alle sind sie Entdecker und alle haben sie ihre Theorien über wieso-weshalb-warum irgendwas.
Wenn man ihnen ihre Freiheit läßt, dann brauchen Kinder keine Modehäuser, die ihnen sagen, was sie anziehen müssen um sich wohl zu fühlen.
Denn Kinder wissen, worin sie sich wohlfühlen.

Anmerkung zum Bild: Bub oder Mädel? Egal. Aber 2 verschiedene Socken!
Photo by Clark Young on Unsplash

Geht man online oder auch real in ein Bekleidungsgeschäft, dann ist von alldem nur wenig zu sehen.
Wohlfühlen, sich selber darstellen, das ist nicht das Ziel der Modehäuser.

Wenn man die Augen öffnet, ist diese Masche sehr leicht zu durchschauen. Das zeigt in diesem Video die 8-jährige Daisy. Ihr reicht die öffentliche Dummdarstellerei von Mädchen. Sie hängt am Ende, die cooleren Bubenshirts hinüber in die Mädchenabteilung.
Tja.


Es gibt mittlerweile schon einige Labels, die geschlechtsneutrale Kleidung in der Kinderabteilung bieten.  Zu lesen in der Huffington Post oder hier in der Welt.
Ich habe sowas bisher noch nirgends gesehen.

Wenn mir auch der Schritt ein wenig radikal erscheint, also das Auflösen der Buben- und Mädchenabteilungen, so wünsche ich mir doch, dass sich die Modehäuser an die heutige Realität annähern. Das bedeutet eben auch Röcke mit Dinosauriern und Robotern und rosa Shirts für Buben (Männer tragen ja auch rosa Hemden!)
Es wäre doch interessant zu beobachten, wie und auch ob sich unsere Kinder verändern würden, würden die Modeketten dieser Welt aufhören sie in Prinzessinnen und Soldaten zu trennen.

Bis dahin bleibt nur das Nähen!


PS: Ich bin auf eure Meinungen gespannt! Ich mache mir meine gerade erst!


Alle Beiträge zu dieser Serie findet ihr hier:


 
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